Sleep-Out - Mahnwache für Bleiberecht
Übersichtsartikel
Proteste gegen die Beschlüsse der Innenministerkonferenz
Freitag, 17.11.06, 16h bis Samstag, 18.11.06, ca. 22:30h, Innenstadt Freiburg
Mehr Infos: Detailliertes Programm
Am 16./17. November 2006 tagt die Innenministerkonferenz
der Länder und wird über den weiteren Aufenthalt
von ca. 180.000 MigrantInnen und Flüchtlingen entscheiden.
Die Diskussionen im Vorfeld zeigen, dass nur wenige unter eine
Bleiberechtsregelung fallen werden. Die weiterhin Geduldeten, die
nicht abgeschoben werden können, sollen noch geringere
„Sozialleistungen“ erhalten als vorher. Deshalb gibt es bundesweit
schon im Vorfeld Proteste, denen auch wir uns anschließen.
Das nehmen wir nicht weiter tatenlos hin!
Abschiebungen verhindern!
Programm
Freitag
| 18.00h | Sambagruppe SAM¡BAsta! |
| 19.00h | Infos über Innenminister-Konferenz, Ergebnisse |
| 19.30h | Essen – VoKü |
| 21.00h | Filme:
1. Zwischen Asyl und Abschiebung
2. Abschiebung im Morgengrauen |
| 23.00h | Musik zum Schlafengehen |
Samstag
| bis 11.00h | Frühstück für AktivistInnen und Gäste |
| 11.00h | Räuber und Gendarm |
| 11.30h | Info über Innenminister-Konferenz |
| 12.00h | SAGA: Menschenrecht auf Asyl contra „Festung Europa“ |
| 13.00h | Plenum – ABR – Fishbowl |
| ab 14.00h | Kaffee und Kuchen |
| 14.00h | Migrantenorganisierung in Almeria/ Spanien |
| 15.00h | Sambagruppe SAM¡BAsta! |
| 16.00h | Batir le Togo: Vortrag über afrikanische Flüchtlinge in Freiburg und die Situation in Afrika, speziell in Togo |
| 17.00h | Workshop zum Aufbau eines Unterstütungsnetzwerks für Illegalisierte und andere Flüchtlinge |
| 18.00h | Film und Diskussion: Widerstand und politische Situation in Bolivien von 2003 bis heute |
| 19.00h | Abendessen – VoKü |
| 20.30h | „ Ein Flüchtling der ertrinkt ist ein Flüchtling der
ertrinkt ..." Rede von Navid Kermani mit Bildern (DVD-Projektion) |
| 21.30h | Filme |
| 22.30h | Musik und Abbau |
durchgehend / immer wieder
| Straßenaktionen |
| Warming ups |
| PfUI-Tombola |
| Bei gutem Wetter können ab 17 h draußen parallel Filme gezeigt werden |
Mehr Infos: Detailliertes Programm
Wer sind wir?
Wir sind die Menschen des Sleep-Out für Bleiberecht anlässlich der
Innenministerkonferenz vom 16. bis 17. November 2006.
Wir sind ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Leuten aus
verschiedenen Organisationen, die sich für die Rechte von
Flüchtlingen, für ein grundsätzliches Bleiberecht aller Menschen
überall und für eine Welt ohne Unterdrückung und Ausgrenzung einsetzen.
Dies ist eine friedliche direkte Aktion für ein uneingeschränktes
Bleiberecht der asylsuchenden MigrantInnen.
Die Innenministerkonferenz entscheidet über Abschiebung oder
Bleiberecht von ca. 180 000 geduldeten Flüchtlingen. Jahrelang wurden
die Betroffenen durch Lagerunterbringung, die Schikane der
Residenzpflicht, permanente Drohung von Abschiebehaft massiv in ihren
Menschenrechten verletzt. Dieser Zustand erfordert unseren Protest.
Wir besetzen den Platz der alten Synagoge mit einem Zelt, das Schutz-
und Veranstaltungsraum sein soll für Informations-Austausch, Vorträge
und Filmvorführungen, ermutigende Unterhaltung, Essen und Schlafen.
Rund um das Zelt und in den Strassen der Stadt werden wir mit einigen
phantasievollen Aktionen versuchen, unsere Mitbürger auf unser
Anliegen aufmerksam zu machen.
Wir verstehen unser Vorgehen als legitim. Wir setzen auf zivilen
Ungehorsam und direkte Aktionen. Wir treten dafür ein, dass alle
Menschen das Recht haben, dort zu leben, wo sie möchten. Wir wollen
uns nicht an einen vorgeschriebenen Platz mit unzähligen Auflagen
halten, sondern selbst entscheiden wann, wie und wo wir etwas tun.
Wir werden ja auch nicht gefragt, wenn eine Innenministerkonferenz
stattfindet, wann darüber entschieden wird, dass Menschen abgeschoben
werden oder wann Kriege geführt werden, die ja dazu führen, dass
Menschen fliehen müssen.
Einen Staat, der Menschen abschiebt, der Menschen aufgrund ihrer
Herkunft ausgrenzt, der Kriege für Profite führt, der Sozialabbau
betreibt und immer mehr Kontrolle über die Bevölkerung ausübt, wollen
wir nicht auch noch um Erlaubnis fragen, wenn wir unsere Meinungen
gegen diese Entwicklungen äußern.
Wir sind gesprächsbereit und wünschen ein Entgegenkommen der
Behörden, um einen guten Ablauf der Aktion zu erreichen.
Von unserer Aktion soll keine Gewalt ausgehen.
Der Platz wird nach Ende der Aktion Samstag Nacht sauberer sein als vorher.
PDF-Dokumente
Programm ^
Wer sind wir? ^
Flyer ^
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