Kein Verkauf der städtischen Wohnungen! Die Angriffe des Kapitals zurückschlagen!
Diesen Aufruf haben wir am 26. Juni zurückgezogen.
Wir rufen dazu auf, am 1. Juli an der Demonstration gegen den geplanten
Verkauf der rund 8900 städtischen Wohnungen teilzunehmen. Wieder einmal will
die Stadt wie beim Bau der B31-Ost, des Konzerthauses, des Dreisam-Cafés und
der Stadtbahnlinie Rotteckring über die Köpfe der Betroffenen hinweg
entscheiden. Der Verkauf hätte steigende Mietpreise in den Stadtbau-Wohnungen
zur Folge, mittelfristig führte er zu höheren Mieten in ganz Freiburg. So
würde der ohnehin schon viel zu knappe bezahlbare Wohnraum noch weiter
reduziert. Diese Politik des sozialen Ausverkaufs ist gerade angesichts
leerstehender Wohnungen unerträglich.
Leerstand ist kein Zustand! Die Wohnungen denen, die sie brauchen!
Es gilt jedoch, als Ursache der aktuellen sozialen Probleme den Kapitalismus
und als entscheidendes Handlungsmotiv im Kapitalismus überall auf der Welt
die Profitmaximierung zu erkennen, wir teilen hier die Kritik von La Banda
Vaga (labandavaga.antifa.net/stadtbau). Das Heuschrecken-Symbol, mit dem
gegen die Verkaufspläne protestiert wird, verweist nicht auf eine Kritik an
kapitalistischer Logik, sondern suggeriert einen Übergriff „fremder, gieriger
Parasiten“ auf vermeintlich verteidigenswerte Verhältnisse. Zwar gibt es
innerhalb des kapitalistischen Systems Handlungsspielräume wie die
Entscheidung für oder gegen den Verkauf der städtischen Wohnungen - es ist
also durchaus möglich, den Verkauf der Wohnungen durch politischen Druck noch
zu verhindern. Aber grundsätzlich lässt sich soziale Ungerechtigkeit im
Kapitalismus so wenig abschaffen wie Ausgrenzung im Nationalstaat. Nur
gemeinsam können wir für ein freies Leben ohne Ausbeutung kämpfen.
Links ist da, wo keine Heimat ist! Kapitalismus abschaffen!
Kämpfen wir zusammen für kostenlosen Wohnraum für alle!
Kommt am 01.07.2006 um 11 Uhr zur Johanneskirche!
Antifa Freiburg
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